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Qualia


Zitiervorschlag: (12. Juni 2017) „Qualia“, http://philopedia.net/2017/06/12/qualia/ 1. [abgerufen am: 15. Dezember 2018]


Sich zu langweilen, über etwas traurig sein, der Schmerz seinen Handrücken verätzt zu bekommen, einen wolkenlosen hellblauen Himmel zu sehen oder Zimt zu schmecken, scheinen besondere geistige Zustände zu sein. Das Besondere ist, dass Sie in den genannten Fällen in einem geistigen Zustand sind, der für Sie einen unverwechselbaren Erlebnischarakter hat. Es fühlt sich auf eine bestimmte Weise an, in solchen geistigen Zuständen zu sein. Der Begriff „Quale“ oder im Plural „Qualia“ ist ein Fachausdruck, mit dem Philosophen diesem bestimmten Aspekt unseres geistigen Lebens einen Namen geben möchten. Der Begriff „Qualia“ soll die gemeinsame Besonderheit der oben aufgelisteten geistigen Zustände benennen und erklären, warum sich die genannten Zustände als paradigmatische Beispiele für eine bestimmte Art von geistigen Zuständen auflisten lassen. Die begriffliche Redeweise von „Qualia“ hat sich im philosophischen Diskurs etabliert, um eine bestimmte Eigenschaft geistiger Zustände zu beschreiben und folgende Frage der Leib-Seele-Problematik zu formulieren: Wie lassen sich Qualia innerhalb eines naturwissenschaftlichen Verständnisses von Lebewesen einordnen? Von der Analyse von Qualia hängt ein richtiges Verständnis geistiger Zustände ab.


Aber welche geistigen Zustände haben überhaupt Qualia? Dies soll im folgenden Kapitel näher geklärt werden, um anschließend zu erörtern, wodurch sich das Wesen von Qualia auszeichnet. Was Philosophen mit Qualia genau benennen wollen, soll im zweiten Kapitel versucht werden auszumachen. Im dritten Kapitel wird dann obige Frage der Leib-Seele-Problematik wieder aufgegriffen, um herauszuarbeiten worin die Schwierigkeit der Frage besteht. Ein Argument, das die These stützt, dass Qualia etwas Nicht-Physikalisches sind, findet sich im vierten Kapitel. Zuletzt sollen wichtige philosophische Theorien, über den Status von Qualia vorgestellt werden.



1 Geistige Zustände mit Qualia


Zwischen einigen geistigen Zuständen lässt sich eine Gemeinsamkeit beobachten. Ist jemand im Besitz dieser Zustände, ist es für ihn auf bestimmte Weise in diesen Zuständen zu sein. Bei folgenden paradigmatischen Beispielen von geistigen Zuständen zeigt sich dies: Sich langweilen, über etwas traurig sein, der Schmerz seinen Handrücken verätzt zu bekommen, einen wolkenlosen hellblauen Himmel zu sehen oder Zimt zu schmecken. Es ist auf eine bestimmte Weise für Sie in diesen Zuständen zu sein, weil jenen geistigen Zuständen die Eigenschaft der Qualia zukommt. Die Wortwahl „Qualia“ lässt sich auf das lateinische Pronomen „qualis“ zurückführen, welches im Nominativ Neutrum Singular „quale“ und Plural „qualia“ dekliniert wird. Das lateinische Wort „qualis“ ist mit „irgendwie beschaffen“ zu übersetzen. In der Literatur ist der Begriff „Quale“ synonym zu „wie-es-ist-Aspekt“, „Erlebnischarakter“, „subjektiver Charakter“, „Erlebnisqualität“, „phänomenaler Gehalt“ oder „phänomenales Bewusstsein“ zu verstehen. Mit „phänomenalem Bewusstsein“ sind teilweise aber auch die geistigen Zustände selbst gemeint, die Qualia haben, und nicht die Eigenschaft Qualia.


Michael Tye listet folgende paradigmatische Typen von geistigen Zuständen mit Qualia auf: (1) Wahrnehmungserfahrungen [Perceptual experiences], (2) körperliche Empfindungen [Bodily sensations], (3) Emotionen [Felt reactions] und (4) Gefühlsstimmungen [Felt moods] (vgl. Tye 2016, Kap. 2). Unklar ist, ob auch bestimmte geistige Zustände mit propositionalem Gehalt, wie Meinungen, Wünsche oder Hoffnungen, Qualia besitzen. Es ist kontrovers, ob solchen geistigen Zuständen ein Erlebnischarakter zukommt, wenn jemand etwas wünscht oder von etwas überzeugt ist (vgl. Horgan und Tienson 2002). Das Phänomen der Qualia, das sich als Gemeinsamkeit bestimmter geistiger Zustände beobachten lässt, ist begrifflich nicht so leicht zu fassen. Eine nähere begriffliche Bestimmung, welche Besonderheit von geistigen Zuständen Philosophen mit „Qualia“ betiteln möchten, wird im Folgenden gegeben.



2 Qualia – eine Begriffsbestimmung


Qualia wurden als eine bestimmte Eigenschaft bei bestimmten geistigen Zuständen umrissen. Welche Eigenschaft genau soll mit dem Kunstwort „Qualia“ aber nun betitelt sein?


Eine der ersten begrifflichen Ausführungen findet sich 1929 in einem Artikel von Clarence Irving Lewis. Lewis beschreibt Qualia als Universalien, die in verschiedenen Erfahrungen wiederholt zu beobachten sind. Es ist etwas, das jemandem intuitiv direkt zugänglich ist und über das durch seine Subjektivität kein Irrtum bestehen kann (Lewis ²1956, 121). Thomas Nagel prägte 1974 mit seinem Essay „What is it like to be a bat?“ die Formulierung „what is it like“, um Qualia näher zu bestimmen (vgl. Nagel 1981).


Üblicherweise werden die folgenden vier Merkmale mit dem Begriff „Qualia“ verbunden: Qualia sind Eigenschaften, die (a) intrinsisch (b) durch Introspektion unmittelbar zugänglich, (c) alleinige Determinanten der Erlebnisqualität einer Erfahrung und (d) bei Sinneswahrnehmungen das geistige Gegenstück zu Eigenschaften von Objekten (vgl. Tye 2016, Kap. 1) sind.


Das Quale eines geistigen Zustandes ist (a) eine dem geistigen Zustand innewohnende, intrinsische Eigenschaft eines fühlenden Wesens, die „dafür verantwortlich zu sein scheint, daß es für mich ‚irgendwie ist‘, ein die Welt und seinen Körper wahrnehmendes Wesen zu sein“ (Heckmann 2001, 301f., Hervorhebung getilgt).


Qualia sind (b) durch Introspektion direkt zugänglich. Die Einsicht, dass etwas schmerzhaft ist, ist dem Subjekt selbst vorbehalten. Aussagen, die ein empfindendes Subjekt aufrichtig über sein geistiges Innenleben äußert, sind durch eben diese Äußerung wahr.


Qualia sind (c) alleinige Determinante der Erlebnisqualität einer Erfahrung und dafür verantwortlich, dass sich ein Schmerz schmerzhaft anfühlt und Zimt so schmeckt, wie er schmeckt. Ob Qualia geistigen Zuständen notwendigerweise zukommen oder beides auch auseinanderfallen kann, ist aber strittig. Ist ein Schmerzzustand, der nicht schmerzhaft ist, möglich? Das ist das Thema des Gedankenexperiments der sogenannten Qualia-Zombies (vgl. Blackmore 2012, 16): Könnte es Lebewesen geben, die uns in ihrem Verhalten und ihrer Biologie gleichen, deren geistige Zustände aber keine Qualia besitzen (vgl. Kripke 1981)? Insbesondere in der Sprachphilosophie wird darüber diskutiert, wie mentales Vokabular, wie bspw. „Lust“, „Angst“ oder „Heiterkeit“, verwendet wird und inwieweit Qualia den Inhalt dieser Begriffe festlegen.


Ein Quale ist (d) bei Sinneswahrnehmungen das phänomenale Gegenstück zu Eigenschaften von Objekten. Wenn man eine rote Tomate sieht, dann ist das Rot-Quale das geistige Gegenstück zu der Eigenschaft der Tomate rot zu sein, und wenn man über die Rinde eines Baumes streicht, dann ist das Tast-Quale, das man dabei hat, das geistige Gegenstück zu der Eigenschaft der Rinde, eine raue Oberfläche zu haben.


Wichtig ist an dieser Stelle zu ergänzen, dass es Unterschiede in der Verwendung der Bezeichnung „Quale“ gibt. Der Begriff „Qualia“ kann auch restriktiver verstanden werden. Eliminativisten beschränken ihn in der Regel auf Sinneswahrnehmungen und ergänzen außerdem die bereits genannten Merkmale um die folgenden: Qualia sind nicht-physikalische und nicht kommunizierbare Eigenschaften (vgl. Tye 2016, Kap. 1). Aus dieser Sicht sind Qualia als nicht-physikalische Eigenschaften nicht naturwissenschaftlich beobachtbar oder durch Instrumente messbar, wie die Temperatur oder Dichte von Wasser. Im speziellen bringt der Eliminativist bzgl. der Verwendung des Begriffs „Qualia“ zum Ausdruck, dass „alle interpersonalen Vergleiche dieser Arten-und-Weisen-des-Erscheinens (anscheinend) systematisch unmöglich sind“ (Dennett 2006, 211, Hervorhebung getilgt). Weder durch ein naturwissenschaftliches, noch durch ein kommunikatives Verfahren ließe sich gesichert ermitteln, ob eine andere Person etwas sehr ähnliches empfinden würde. Qualia seien gar nicht oder nur sehr schwer kommunizierbar. Jemandem, der noch nie den Geschmack von Zimt auf der Zunge hatte, kann der Geschmack nur sehr schwer verständlich gemacht werden. Einem von Geburt an Blinden ist es schwer zu erklären, was es bedeutet, etwas Blaues zu sehen.


Diese Beispiele machen deutlich wie schwierig es ist, die phänomenalen Gehalte von solchen geistigen Zuständen in Worte zu fassen und zeigen, dass die Frage nach einer begrifflichen Bestimmung des Wortes „Qualia“ kein leichtes Unterfangen ist. Dass die obigen Ausführungen für jemanden, der nicht vorher schon eine Ahnung hat, was mit dem what-is-it-like-Aspekt eines geistigen Zustandes gemeint ist, nur bedingt informativ sind, unterstreicht folgender Kommentar von Ned Block:
„Sie fragen: Was ist das, was Philosophen qualitative Zustände [Qualia] genannt haben? Und ich antworte, nur halb im Scherz: Wie Louis Armstrong schon sagte, als man ihn fragte, was Jazz sei: ‚Wenn du erst fragen musst, wirst du es nie verstehen‘.“ (Block 1992, 173)
Umso wichtiger ist es, sich das Problem vor Augen zu führen, zu dessen Lösung die Rede über „Qualia“ beitragen soll.



3 Das schwierige Problem des Bewusstseins


Erkennt man die Existenz von Qualia an, ergibt sich das schwierige Problem des Bewusstseins (the hard problem of consciousness), wie David Chalmers es betitelt (vgl. Chalmers 1998): Einerseits gibt es bekanntlich Korrelationen von leiblichen, physikalischen Eigenschaften und Qualia: Jemand fühlt sich tieftraurig und seine Augen fangen an zu tränen. Jemand empfindet Schmerz und in seinem Nervensystem feuern bestimmte Neuronen. Tieftraurig zu sein und eine Schmerzempfindung lassen sich als Zustände mit Qualia beschreiben. Andererseits ist es rätselhaft, wie es zu diesen Zusammenhängen kommt. Das schwierige Problem des Bewusstseins entsteht aus der Frage, wie sich Qualia innerhalb eines naturwissenschaftlichen Verständnisses von Lebewesen einordnen lassen. „Welche denkbare Verbindung besteht zwischen bestimmten Bewegungen bestimmter Atome in meinem Gehirn einerseits, andererseits den für mich ursprünglichen, nicht weiter definierbaren [Qualia]?“ (du Bois-Reymond 1974, 71).


Nach unseren bisherigen Erkenntnissen über die physikalische Beschaffenheit unseres Gehirns ist es nicht nur unklar, welche Eigenschaften der verschiedenen Impulsweiterleitungen der Nervenzellen durch die Natrium-Kalium-Pumpen und unzähligen Ausschüttungen von Neurotransmittern letztlich maßgeblich für phänomenale Gehalte sind, es scheint auch prinzipiell unmöglich zu sein, Qualia naturwissenschaftlich zu erklären. Vielmehr kommt es einem so vor, als seien Qualia etwas Weiteres, etwas neben dem, was im Gehirn überhaupt erforscht werden kann. In diesem Zusammenhang werden in der Literatur oft Schmerz- oder Farbempfindungen als Beispiel bemüht: Warum entsteht gerade nach dieser Gesetzmäßigkeit eine Rotwahrnehmung und nicht etwa eine Grünwahrnehmung? Warum erlebt jemand Schmerzen, wenn bestimmte Neuronen in seinem Gehirn feuern? „Warum sollte ein physischer Prozeß überhaupt ein reiches inneres Leben entstehen lassen?“ (Chalmers 1998, 224). Qualia widersetzen sich physikalischen Erklärungen, wodurch eine Erklärungslücke entsteht (vgl. Levine 2002). Eine Erklärung auf der Basis physikalischer Eigenschaften scheint die Frage, warum Schmerzen sich schmerzhaft anfühlen, nicht in Gänze zu beantworten. Es bleibt immer noch eine Lücke, etwas Unverstandenes. Worin dieses Unverständnis gründet ist fraglich. Möglicherweise ist eine Grenze menschlichen Verstehens erreicht oder die Naturwissenschaften sind einfach noch nicht so weit eine adäquate Erklärung geben zu können (vgl. McGinn 1991, Nagel 1981). Ausgehend von dieser Erklärungslücke lässt sich ein Argument gegen jede Weltsicht, die uns Menschen als ausschließlich physikalische Wesen beschreibt, formulieren. Eine bekannte Formulierung eines solchen Argumentes findet sich in Frank Jacksons Gedankenexperiment um Mary.



4 Mary und das Argument des unvollständigen Wissens


Mary ist eine Wissenschaftlerin, die seit ihrer Geburt ausschließlich in einer schwarzweißen Umgebung gelebt hat. Mit ihrer Außenwelt kommuniziert sie nur über einen schwarz-weißen Monitor. Mary wird im Laufe ihres Lebens zu einer Spezialistin der Farbwahrnehmung auf dem Gebiet der Neurophysiologie ausgebildet. Sie erwirbt ein vollständiges Wissen über alle physikalischen Tatsachen, welche die Farbwahrnehmung eines Menschen betreffen. Nun kann man sich aber fragen, was passiert, wenn Mary ihre schwarz-weißen Räumlichkeiten verlässt und einen Blick in den wolkenlosen blauen Himmel wirft? Intuitiv würde man wohl sagen, dass Mary etwas Neues lernen wird. Mary wird lernen, wie es ist, selbst eine Farbwahrnehmung als empfindendes Subjekt zu haben. Mit diesem Gedankenexperiment formuliert Jackson zum einen (A) ein Argument gegen jede Theorie, die alle geistigen Eigenschaften auf physikalische zurückführt. Denn wenn es so ist, dass Mary eine neue Tatsache über Farbwahrnehmungen lernt, dann kann es nicht sein, dass sie während ihrer Forschung als Neurophysiologin in ihrem schwarz-weißen Raum alles über Farbwahrnehmungen in Erfahrung gebracht hat. Es scheint also nicht-physikalische Tatsachen zu geben (vgl. Jackson ²2006). Qualia sind nicht-physikalische Eigenschaften, über die Mary etwas lernt.


Zum anderen (B) wird spezifiziert, welches Phänomen mit Qualia betitelt werden soll. Damit bei Marys erstem Blick in einen wolkenklaren Himmel der Satz „Mary hat einen Blaueindruck“ wahr ist, muss es der Fall sein, dass Mary ein Blau-Quale hat. Das Blau-Quale ist verantwortlich dafür, dass Mary so etwas sagt, wie „So sieht also ein blauer Himmel aus“. Das Blau-Quale und ein Grau-Quale sind dafür verantwortlich, dass Mary so etwas sagen kann wie „Das ist also der Unterschied zwischen meiner Wahrnehmung des Himmels über meinen schwarz-weiß Monitor und der direkten Wahrnehmung des Himmels im Freien“. Das Blau-Quale ist zudem dafür verantwortlich, dass Mary am Strand von Ibiza urteilen kann: „Das Meer hier sieht auf ähnliche Weise blau aus wie eben der Himmel“.



5 Metaphysische Einordnungen


Jacksons Gedankenexperiment über Mary und die damit verbundene Kritik am Physikalismus hat viele Philosophen angeregt, sich zu dem beschriebenen Phänomen der Qualia zu positionieren. Im Folgenden werden vier sich gegenseitig nicht zwangsläufig ausschließende Theorien über den Status von Qualia vorgestellt: Eigenschaftsdualismus, Funktionalismus, Repräsentationalismus, Eliminativismus. Diese Theorien geben eine Richtung vor, wie eine Metaphysik von Qualia aussehen könnte, d.h. durch welche Gesetzmäßigkeiten und wesentlichen Arten von Eigenschaften sich Qualia auszeichnen, um sie in ein konsistentes Weltbild einbetten zu können. Die ersten drei Positionen akzeptieren (B) und beziehen Stellung zu (A), indem sie Qualia metaphysisch einordnen. Die erste ist in der Hinsicht besonders, dass sie einen Dualismus vertritt, in dem neben physikalischen auch nicht-physikalische Eigenschaften existieren sollen. Die zweite, der Funktionalismus, verhält sich diesbezüglich neutral. Auch die dritte, der Repräsentationalismus sagt zu der Existenz von nicht-physikalischen Eigenschaften erst einmal nichts. Hier sollen Qualia-Zustände vor allem als intentionale Zustände ausgezeichnet werden. Die letzte, eliminativistische Position nimmt eine Sonderstellung ein, da (B) bezweifelt wird und (A) damit nicht mehr von Relevanz ist. Die eliminativistische Position möchte die Existenz von Qualia und die damit vorgestellten Probleme für eine Theorie des Geistes prinzipiell verneinen.



5.1 Eigenschaftsdualismus


Die dualistische Annahme, dass es neben physikalischen Substanzen auch nicht-physikalische Substanzen oder Teilchen gibt, wird in der aktuellen philosophischen Debatte kaum noch vertreten oder diskutiert. Was es aber gibt ist die Position, dass neben physikalischen Eigenschaften auch nicht-physikalische Eigenschaften existieren, und zwar als Eigenschaften mentaler Zustände (vgl. Chalmers 2006). Aus dieser Sicht sind Qualia weder grundlegende physikalische Eigenschaften, wie die, eine Masse zu besitzen oder eine elektronische Ladung zu haben, noch lassen sie sich auf solche physikalischen Eigenschaften zurückführen. Mit der Annahme, dass Qualia nicht auf physikalische Eigenschaften reduzierbar sind, macht der Eigenschaftsdualismus das Besondere an den Qualia und die Probleme, die sie mit sich bringen, verständlich, muss dafür aber erklären, wie solche Eigenschaften überhaupt in ein physikalisches Weltbild zu integrieren sind, insbesondere in das Netz ihrer kausalen Verknüpfungen. Für diese Integration ergeben sich prinzipiell drei Optionen: Erstens könnte man die kausale Geschlossenheit unserer Welt aufgegeben. Dies würde bedeuten, die Position aufzugeben, dass jede physikalische Eigenschaft sich durch die Wirkung einer anderen physikalischen Eigenschaft erklären lässt. Zweitens könnte man versuchen plausibel zu machen, dass physikalische und nicht-physikalische Eigenschaften gleichzeitig kausal wirksam sind. Dies ist jedoch eine eher unübliche Option, da eine gesetzmäßige Überdetermination von Zuständen, in den Naturwissenschaften kaum auf Akzeptanz stoßen würde. Oder drittens kann man eine die Position des Epiphänomenalismus einnehmen. Dieser geht davon aus, dass physikalische Eigenschaften nicht-physikalische verursachen, die nicht-physikalischen Eigenschaften selbst aber nicht mehr kausal wirksam sind.



5.2 Funktionalismus


Der Funktionalismus behauptet, dass geistige Zustände nichts anderes sind als funktionale Zustände, die eine entsprechende kausale Rolle einnehmen (vgl. Putnam 1981). Funktionale Zustände sind Zustände, die durch ihre kausale Rolle bestimmt sind. Das heißt, die Zustände sind einerseits durch die Reize, die ein Wesen von außerhalb aufnehmen kann (die Inputs) bestimmt und andererseits durch das, was ein Wesen selbst wieder als Ereignis verursachen kann (die Outputs). Und zuletzt sind funktionale Zustände durch Relationen zu anderen funktionalen Zuständen eines Wesens bestimmt. Zu betonen ist, dass die funktionalen Zustände nur implizit spezifiziert sind, d.h. ihre Realisierung ist beliebig und spielt für die Charakterisierung keine Rolle. Es bleibt offen, ob es ein Gehirn aus Nervenzellen ist, das bei einem bestimmten Input einen bestimmten Output generiert, oder ob dies ein Computer aus Recheneinheiten umsetzt, oder ob es durch etwas völlig anderes ausgeführt wird.


Das lässt sich gut am Beispiel von Tyler Durden und seinem namenlosen Gefährten in dem Film Fight Club illustrieren (vgl. Fincher 1999, 52:00). Durden fügt dem Gefährten Schmerzen zu, indem er ihm eine ätzende Flüssigkeit über die Hand laufen lässt. Aus funktionalistischer Sicht lässt sich dies so analysieren: An dem Handrücken des Gefährten entsteht eine Gewebeverletzung. Diese Verletzung löst bei ihm einerseits den Wunsch aus, eine weitere Verschlimmerung der Wunde zu verhindern, dadurch dass er seine Hand von Tyler losreißt, und andererseits den Wunsch, den Schmerz auszuhalten, um seine Tapferkeit unter Beweis zu stellen. Letztlich reagiert der Gefährte mit einem Stöhnen und einem schmerzverzerrten Gesicht. Diese grobe Charakterisierung kann je nach Theorie feingliedriger sein, bis hin zu einer Beschreibung der In- und Outputs auf neuronaler Ebene.


Prima facie ist der Funktionalismus theorienneutral, da ein ontologischer Status der Zustände, die eine bestimmte kausale Rolle einnehmen, unbestimmt bleibt. Dennoch bietet er einen Ansatz Qualia auf physikalische Eigenschaften zu reduzieren, indem nach physikalischen Entitäten gesucht wird, die einer bestimmten funktionalen Rolle gerecht werden. Gleichzeitig klammert der Funktionalismus, indem er geistige Zustände über ihre kausale Rolle identifiziert, das schwierige Problem des Bewusstseins aus (vgl. Block 1992). Eine Erklärung für den phänomenalen Gehalt von geistigen Zuständen findet sich in einer funktionalen Analyse von geistigen Zuständen nicht. In diesem Sinne kann eine funktionalistische Position als eine eliminativistische (vgl. hierzu Kapitel 4.5.) oder aber als eine nicht-reduktive dualistische Position (vgl. hierzu Chalmers 1995, Kap. 5) ausgearbeitet werden.


Auf den Umstand, dass ein Funktionalismus einer Analyse von Qualia nicht gerecht wird, wird in der Regel entweder durch das Argument der fehlenden oder das der invertierten Qualia hingewiesen. Fehlende-Qualia-Argumente bemühen Gedankenexperimente, in denen Systeme beschrieben werden, die auf eine bestimmte Weise funktional äquivalent zum Menschen organisiert sind, aber auf so verrückte Weise realisiert sind, dass es nicht vorstellbar ist, dass die Systeme Qualia besitzen. Ned Block beschreibt hierzu folgendes Szenario (vgl. Block 1992, 175): Jeder Einwohner Chinas – egal welchen Geschlechts – erhält ein Funkgerät, mit dem er mit gewissen anderen Einwohnern Chinas kommunizieren kann. Um einen entsprechenden Input und Output umsetzen zu können, steht ein künstlicher menschlicher Körper zur Verfügung, der eine Art Hülle darstellt. Alle Reize, die der menschliche Körper aufnehmen kann, werden über Sensoren des künstlichen Körpers als Nachricht an die Einwohner weitergeleitet. Jedem einzelnen Einwohner ist nun über ein Nachrichtenbrett vorgeschrieben, wie er mit dieser Information oder der Information, die er von einem anderen Einwohner bekommt, umzugehen hat. Das Nachrichtenbrett sagt der Person, ob sie die Information weiterleiten soll, oder ob sie ihr Nachrichtenbrett in gewisser Hinsicht abändern soll, oder ob sie eine Nachricht zurück an den künstlichen Körper senden soll, die der Körper wiederum in einen bestimmten Output umsetzt. „Ein solches System […] könnte funktional mit dir für eine kurze Zeit, etwa eine Stunde, äquivalent sein“ (Block 1992, 175). Invertierte-Qualia-Argumente beschreiben hingegen Szenarien, in denen es vorstellbar ist, dass zwei funktional identisch organisierte Systeme bei der Betrachtung desselben Objektes einmal eine Rot- und einmal eine Grünwahrnehmung haben (vgl. Shoemaker 2001). Diese Gedankenexperimente sollen zeigen, dass eine funktionale Organisation keine Qualia-Eigenschaften determinieren und eine Reduktion von Qualia auf funktionale Eigenschaften damit fehlgeleitet ist.



5.3 Repräsentationalismus


Eine repräsentationalistische Theorie analysiert Qualia als intentionale Gehalte. Ihr zufolge ist die phänomenale Qualität eines geistigen Zustands sein repräsentationaler Inhalt (vgl. Dretske 1998, Kap. 4). Um mit unserer Umgebung zu interagieren, wandeln unsere Sinnesorgane bestimmte Reize der Umwelt, wie Licht oder physikalische Wärme, in bestimmte neuronale Zustände um. In das Auge einfallendes Licht trifft beispielsweise auf die Netzhaut und wird über den Sehnerv in Feuerungsmuster umgewandelt. Solche neuronalen Zustände repräsentieren unsere wahrzunehmende Umwelt und der phänomenale Gehalt von geistigen Zuständen ist ein bestimmter intentionaler Inhalt (vgl. Beckermann ³2008, 445). Qualia sind gemäß einer repräsentationalistischen Theorie sensorische Repräsentationen von Dingen in unserer Umgebung, die unmittelbar durch unsere Sinnesorgane erzeugt werden.


Phänomenale Gehalte in repräsentationale einzubetten, birgt jedoch seine Schwierigkeiten: Qualia und intentionale Inhalte zu differenzieren, ist in Bezug auf das Szenario invertierter Qualia von entscheidender Bedeutung. Denn es ist vorstellbar, dass „[w]enn Sie und ich beide ein Erlebnis mit dem intentionalen Gehalt ROT haben, dann […] der qualitative Gehalt Ihres Erlebnisses derselbe [ist] wie der qualitative Gehalt eines Erlebnisses von mir, das den intentionalen Gehalt GRÜN hat“ (Block ²2006, 245). Man denke bspw. an jemanden, der farbenblind ist. Es scheint möglich, dass jemand ein Rot-Quale hat und sein geistiger Zustand gleichzeitig etwas Grünes als intentionalen Inhalt hat. Es stellt sich deshalb die Frage, ob das Wesen eines Rot-Quales wirklich darin besteht, etwas Rotes zu repräsentieren.



5.4 Qualia eliminieren


Eine eliminativistische Position behauptet, dass Qualia nicht existieren. Sicherlich hat Mary beim Betrachten des Himmels einen Blaueindruck, aber um zu erklären, was Mary beim Verlassen ihres Raumes lernt, muss nicht zusätzlich die Existenz von Qualia angenommen werden. Es gibt Qualia nicht. Qualia, die begrifflich als etwas die Erlebnisqualität Determinierendes, Unaussprechliches, Nicht-Physikalisches und dem Bewusstsein direkt Zugängliches eingeführt werden, sind so nicht haltbar und zu nichtssagend, um weiter an einem solchen Begriff festzuhalten (vgl. Dennett 2006). Daniel Dennett charakterisiert, als Vertreter einer eliminativistischen Position, die geistigen Zustände allein als Zustände mit bestimmten dispositionalen Eigenschaften. Alles was über den Zusatz von Qualia erklärt werden soll, könne besser durch dispositionalen Eigenschaften erklärt werden. Die geistigen Zustände eines Menschen, über etwas traurig sein, etwas Blaues zu sehen oder Zimt zu schmecken, zeichnen sich nicht durch Qualia aus, sondern dadurch, dass sich der Mensch auf eine bestimmte Art verhält, wenn er in diesen Zuständen ist. Dies genügt nach Dennett, um unser Verhalten zu erklären, etwas Zusätzliches wie Qualia wird dazu nicht benötigt. Es ist allerdings strittig, ob sich aus dieser Perspektive auch erklären lässt, dass es sich manchmal auf bestimmte Weise anfühlt, sich in diesem oder jenen mentalen Zustand zu befinden.



6 Schluss


Im vorigen Abschnitt wurden vier Ansätze vorgestellt, mit Qualia umzugehen, ein nicht-reduktionistischer (der Eigenschaftdualismus) und zwei reduktionistische (Funktionalismus und Repräsentationalismus), die es prinzipiell zulassen, Qualia in unser naturalistisches Weltbild einzuordnen, sowie der Eliminativismus, der dies für unnötig erachtet.


In einer zusammenfassenden Betrachtung fällt dabei Eines auf: Eine direkte Lösung des schwierigen Problems des Bewusstseins (the hard problem of consciousness) bieten nur der Eliminativismus und Dualismus: der Eliminativist, indem er behauptet, dass es subjektive Erfahrungen gar nicht gibt und der Dualist, indem er es sich zur Aufgabe macht, subjektive Erfahrungen als nicht-physikalische Eigenschaften in unser physikalisches Weltbild einzubetten (vgl. Chalmers 2006, 154ff.). Hält man an dem Phänomen der Qualia fest und möchte nur die Existenz von physikalischen Eigenschaften akzeptieren, dann scheint es weiterhin eine gute Frage zu sein, warum gerade jene physikalischen Eigenschaften eine phänomenologische Empfindungswelt entstehen lassen. Möglicherweise zeigt diese letzte Frage eine Grenze menschlichen Verstehens (vgl. McGinn 1991) oder man ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Lage die Frage lückenlos beantworten zu können (vgl. Nagel 1981).



7 Verwendete Literatur


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Shoemaker, Sydney: Funktionalismus und Qualia. In: Heckmann, H.-D.; Walter, S. (Hg.): Qualia. Ausgewählte Beiträge, Paderborn, Mentis 2001, S.241-271.
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Tye, Michael: Qualia. In: Edward N. Zalta (Hg.): The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Winter 2016 Edition), <https://plato.stanford.edu/archives/win2016/entries/qualia/>.

8 Weiterführende Literatur


Heckmann, H.-D.; Walter, S. (Hg.): Qualia. Ausgewählte Beiträge. Paderborn, Mentis ²2006.
Sammelband mit den Klassikern zur Qualia-Debatte; zum Einstieg in die Debatte besonders geeignet, da jedem Text eine Einleitung vorangestellt ist.

Ludlow, P.; Nagasawa, Y.; Stoljar, D. (Hg.): There´s Something about Mary. Cambridge, MIT Press 2004.
Sammlung von Texten zum Knowledge Argument des Mary-Gedankenexperimentes, mit einem Vor- und Nachwort von Frank Jackson.

Metzinger, T. (Hg.): Bewusstsein. Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie. Paderborn, Mentis 1995.
Sammelband mit Texten rund um den Begriff „Bewusstsein“. Diese reichen von einer begrifflichen Einordnung, Erkenntnissen der Neurowissenschaften bis hin zu einem Ausblick zu künstlichem Bewusstsein.

Metzinger, T. (Hg.): Grundkurs Philosophie des Geistes. Band 1: Phänomenales Bewusstsein. Paderborn, Mentis 2006.
Sammelband mit kanonischen Texten zum Thema phänomenales Bewusstsein und einführenden Kommentaren, die den jeweiligen Autor in die Debatte einordnen.

9 Materialien


< https://dasgehirn.info/ 2>,
Zusammenstellung von wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Gehirn im Kontext von Fühlen, Denken und Handeln; im Besonderen finden sich hier Ausschnitte von Symposien.

<http://journalpsyche.org/ 3>,
Journale Psyche, Online-Journal zum Thema der Natur des Bewusstseins.

<http://open-mind.net/ 4>,
Eine von der MIND-Group der Universität Mainz zusammengestellte Textsammlung zum Thema Geist, Gehirn und Bewusstsein.

<http://theassc.org/ 5>,
Association for the Scientific Study of Consciousness (ASSC)

Alles steht Kopf (2015), <http://www.imdb.com/title/tt2096673/?ref_=fn_al_tt_1 6>.
Animationsfilm, in welchem versucht wird eine funktionale Organisation der geistigen Zustände Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel auf unterhaltsame Weise zu illustrieren.

Ex Machina (2015), <http://www.imdb.com/title/tt0470752/?ref_=nv_sr_1 7>.
Hier wird das Gedankenexperiment zu Mary explizit aufgegriffen.

Schmetterling und Taucherglocke (2007), <http://www.imdb.com/title/tt0401383/?ref_=fn_al_tt_1 8>.
Eine Geschichte über das geistige Innenleben eines Locked-in-Syndrom Patienten. In der Darstellung dieses Krankheitsbildes stellt sich im Besonderen die Frage nach der Verknüpfung zwischen geistigen und physikalischen Eigenschaften.


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  3. http://journalpsyche.org/
  4. http://open-mind.net/
  5. http://theassc.org/
  6. http://www.imdb.com/title/tt2096673/?ref_=fn_al_tt _1
  7. http://www.imdb.com/title/tt0470752/?ref_=nv_sr_1
  8. http://www.imdb.com/title/tt0401383/?ref_=fn_al_tt _1
  9. http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
Post date: 2017-06-12 22:54:22
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